So vergehen die Tage
Die nassen Tage wirken sich bei milden Temperaturen sehr förderlich auf das Wachstum der Pflanzen aus.
Die Spargeln hören nicht auf, immer neue Triebe zu bilden.
In der Kläranlage wächst der Schilf wie noch nie und erreicht bald eine Höhe von vier Metern.
Auch die Unkräuter im Garten bilden sich zu imposanten Gestalten aus.
Auf den Wiesen hat das den Nachteil, dass das hohe Gras zum Teil hinfällt und sich zu einer kompakten Schicht verdichtet. Da ich viel zu spät im Jahr mit dem Mähen begonnen habe, muss ich jetzt büssen und mich mühsam hindurcharbeiten. Auch sind die meisten Blüten verblüht.
Umso mehr summt es auf den trockenen Flächen, wo sich jetzt, nachdem ich letztes Jahr alle Ginster entfernt habe, der Thymian wie ein Teppich ausbreitet.
Jetzt ist auch das letzte Fenster vom Silikon gereinigt und geputzt und mit Sprossen versehen.
Wenn es mal schlechteres Wetter gibt, verziehe ich mich in die Werkstatt und bastle Möbel. Hier ein Etagenbett.
Bei schönem Wetter hebe ich neben den Spargeln das zweite Beet aus und entferne alle groben Steine. Vier Kubikmeter müssen durchs Sieb. Bald erhalte ich die 300 Safranzwiebeln zum Setzen. Das nächste Abenteuer kann dann starten.
Beide Häuser waren beim Erwerb vor fünf Jahren im Zustand von „Ruinen mit Dach“. Seit Jahrzehnten nicht mehr bewohnt und deshalb in einem argen Zustand. Das hier ist der Stall vor dem Umbau.
Es wurde ein neues Dach gesetzt, neue Fensteröffnungen gebrochen und der Boden betoniert.
Hier habe ich bisher im Trockenen die Ausbauelemente für das erste Haus erarbeitet. Jetzt geht es voller (Über-) Mut an den Ausbau des zweiten Hauses. Als Haus „für mich“ gedacht und deshalb bin ich voll motiviert.
Aber Mittels meiner alten Software habe ich deshalb nun ein 3-D-Modell für den Ausbau des Ateliers erarbeitet, um als erste Ausbauetappe mehr Raum für das Baumaterial zu gewinnen. Das Modell dient mir als Grundlage für den Materialeinkauf. Geduld sei jetzt bei der Bestellung von Bauholz gefragt, sagte mir der Händler. In der Zwischenzeit gibt es noch viel anderes zu tun. Es würde mir ja sonst langweilig, nur zu warten.

Zweitens: Aufsägen. Bis zur Spitze brauchte es bei dieser Zitterpappel 22 Schnitte. Es hat wenige Bäume mit diesem Stammdurchmesser in meinem Wald. Das ist gut so, denn meine kleine Stihl ist hier an ihre Grenzen gekommen.
Drittens: Spalten. Meine liebste Arbeit. Besser als Tennis und Golf zusammen.
Hier eine kleine Stilstudie dieses Arbeitsschrittes:
Und das ist das Resultat der ganzen Arbeit:
Etwa 12 Ster Brennholz für den nächsten Winter. Vorerst. Es liegen noch ein paar Birken am Boden, die ich während des letzten Confinement nicht holen konnte. Es wird nun höchste Zeit dafür, aber ich gönne meinem Rücken nun ein bisschen Erholung.